AGB‘s

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Puschelhufzauber Reittherapie Madeleine Koil

§ 1 Geltungsbereich und Anbieterin

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die zwischen Puschelhufzauber Reittherapie Madeleine Koil (nachfolgend „Anbieterin“) und der teilnehmenden Person bzw. bei Minderjährigen deren Erziehungsberechtigten oder gesetzlicher Vertretung geschlossenen Vereinbarungen über Reittherapie.

Anbieterin: Madeleine Koil, Siedlerweg 14, 31311 Uetze OT Hänigsen, Telefon: 0176 62108971, E-Mail: info@reittherapie-koil.de.

§ 2 Leistungsangebot

Die Anbieterin erbringt individuell abgestimmte reittherapeutische Leistungen. Inhalt, Umfang und Gestaltung der Einheiten richten sich insbesondere nach den vereinbarten Zielen, den individuellen Voraussetzungen der teilnehmenden Person, den Sicherheitsanforderungen, dem Tierwohl sowie den aktuellen Rahmenbedingungen.

Ein bestimmter therapeutischer, gesundheitlicher oder sonstiger Erfolg wird nicht geschuldet.

§ 3 Anmeldung, Probetermin und Vertragsschluss

Vor der erstmaligen Teilnahme findet in der Regel ein telefonisches Kennenlerngespräch statt. Anschließend kann ein Probetermin vereinbart werden. Der Probetermin wird durch die Anbieterin per E-Mail oder WhatsApp bestätigt. Mit dieser Bestätigung kommt die Vereinbarung über den Probetermin zustande.

Nach dem Probetermin kann eine regelmäßige Reittherapie mit einem festen, wiederkehrenden wöchentlichen Termin vereinbart werden.

Die Anbieterin kann eine Anmeldung oder die Fortführung der Reittherapie ablehnen, wenn wichtige fachliche oder sicherheitsrelevante Gründe dies erfordern, insbesondere wenn eine sichere oder fachlich verantwortbare Durchführung nicht gewährleistet werden kann.

§ 4 Mitwirkungspflichten und gesundheitliche Angaben

Die teilnehmende Person bzw. bei Minderjährigen deren Erziehungsberechtigte oder gesetzliche Vertretung sind verpflichtet, alle für die sichere Durchführung der Reittherapie wesentlichen gesundheitlichen, körperlichen und psychischen Besonderheiten sowie relevante Änderungen wahrheitsgemäß und vollständig mitzuteilen.

Werden wesentliche Informationen nicht, unvollständig oder unrichtig mitgeteilt und trägt dies zur Entstehung oder zum Umfang eines Schadens bei, kann dies im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach den Grundsätzen des Mitverschuldens (§ 254 BGB), bei der Schadensverteilung berücksichtigt werden. Die gesetzlichen Haftungsregelungen bleiben im Übrigen unberührt.

Bei Zweifeln an der gesundheitlichen Eignung kann die Anbieterin vor der Teilnahme eine ärztliche Abklärung verlangen.

§ 5 Sicherheitsregeln und Umgang mit den Pferden

Den Anweisungen der Anbieterin ist während der Reittherapie und im unmittelbaren Umgang mit den Pferden Folge zu leisten. Stallungen, Weiden und Ausläufe dürfen nur nach Absprache betreten werden. Pferde dürfen nur mit Zustimmung der Anbieterin gefüttert werden. Die Tiere sind ruhig, respektvoll und tierschutzgerecht zu behandeln.

Die teilnehmende Person hat wettergerechte Kleidung und festes, geschlossenes Schuhwerk zu tragen. Beim Reiten ist ein geeigneter, korrekt sitzender Reithelm zu tragen.

Die Anbieterin ist berechtigt, Übungen oder Einheiten aus Sicherheits-, Gesundheits-, Tierwohl- oder Witterungsgründen anzupassen, zu unterbrechen oder abzubrechen.

§ 6 Typische Risiken im Umgang mit Pferden

Pferde sind Lebewesen und können trotz sorgfältiger Auswahl, Ausbildung, Beaufsichtigung und fachgerechtem Umgang unerwartet reagieren. Risiken wie Stürze, plötzliche Bewegungen, Erschrecken, Ausweichen, Tritte oder Bisse können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Sicherheitsregeln dienen dazu, diese Risiken soweit wie möglich zu reduzieren. Gesetzliche Haftungsansprüche bleiben unberührt.

§ 7 Termine, Absagen und Nichterscheinen

Vereinbarte Termine sind verbindlich. Eine kostenfreie Absage ist bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich.

Bei einer Absage nach Ablauf dieser Frist oder bei Nichterscheinen ist die Anbieterin berechtigt, die vereinbarte Vergütung in voller Höhe zu berechnen. Der teilnehmenden Person bzw. den Erziehungsberechtigten bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist, insbesondere weil der frei gewordene Termin anderweitig vergeben werden konnte.

Kann eine Einheit seitens der Anbieterin nicht wie geplant durchgeführt werden, insbesondere wegen Erkrankung oder Verletzung eines Therapiepferdes, Krankheit der Anbieterin oder gefährlicher Wetterbedingungen, kann nach Möglichkeit ein Ausweichangebot oder Ersatztermin angeboten werden. Ist dies nicht möglich, wird die ausgefallene Einheit nicht berechnet bzw. bei bereits erfolgter Zahlung gutgeschrieben.

§ 8 Vergütung und Abrechnung

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der jeweils vereinbarten bzw. bei Vertragsschluss mitgeteilten Vergütung. Die Abrechnung erfolgt grundsätzlich monatlich per Rechnung, soweit nichts anderes vereinbart wurde.

Die auf der Rechnung angegebene Zahlungsfrist ist einzuhalten.

§ 9 Vertragsdauer und Beendigung der regelmäßigen Reittherapie

Nach dem Probetermin kann eine regelmäßige Reittherapie vereinbart werden. Hierfür wird in der Regel ein fester, wöchentlich wiederkehrender Termin für die teilnehmende Person reserviert.

Die Vereinbarung über die regelmäßige Reittherapie wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Sie kann von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende in Textform, z. B. per E-Mail oder WhatsApp, beendet werden.

Bis zur Beendigung des Vertragsverhältnisses vorgesehene Termine können weiterhin wahrgenommen werden. Die teilnehmende Person bzw. die Erziehungsberechtigten können diese Termine auch einzeln absagen. Für die Absage gilt die in § 7 geregelte 24-Stunden-Frist. Bei rechtzeitiger Absage wird der betreffende Termin nicht berechnet.

Bei einer Absage nach Ablauf der 24-Stunden-Frist oder bei Nichterscheinen gilt § 7 dieser AGB. Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 10 Verantwortlichkeit für verursachte Schäden

Für Schäden, die durch die teilnehmende Person verursacht werden, gelten die gesetzlichen Haftungsbestimmungen. Bei minderjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern richtet sich eine eigene Haftung insbesondere nach den gesetzlichen Vorschriften zur Deliktsfähigkeit und Einsichtsfähigkeit.

Erziehungsberechtigte haften für durch ihr Kind verursachte Schäden nicht allein aufgrund ihrer Eigenschaft als Erziehungsberechtigte. Eine Haftung der Erziehungsberechtigten besteht nur, soweit hierfür die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, insbesondere bei einer Verletzung der ihnen obliegenden Aufsichtspflicht.

§ 11 Haftung der Anbieterin

Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, auch bei einfacher Fahrlässigkeit.

Im Übrigen haftet die Anbieterin bei einfacher Fahrlässigkeit nur, soweit eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung der Reittherapie überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die teilnehmende Person bzw. die Erziehungsberechtigten regelmäßig vertrauen dürfen. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften sowie die gesetzliche Tierhalterhaftung bleiben unberührt.

§ 12 Foto- und Videoaufnahmen

Foto- und Videoaufnahmen sowie deren Nutzung erfolgen nur auf Grundlage einer gesonderten, freiwilligen Einwilligung. Eine verweigerte Einwilligung hat keinen Einfluss auf die Teilnahme an der Reittherapie. Eine erteilte Einwilligung kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

§ 13 Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten im Zusammenhang mit der Reittherapie, insbesondere zu Verarbeitungszwecken, Rechtsgrundlagen, Empfängern, Speicherdauer und Betroffenenrechten, ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung von Puschelhufzauber Reittherapie Madeleine Koil, die der teilnehmenden Person bzw. den Erziehungsberechtigten bei Vertragsschluss zur Verfügung gestellt wird.

Soweit für die Verarbeitung freiwillig mitgeteilter Gesundheitsdaten eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich ist, wird diese gesondert eingeholt.

§ 14 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Beachtung zwingender verbraucherschützender Vorschriften.

Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Bestimmungen über den Gerichtsstand.

Soweit der Vertragspartner Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, wird – soweit gesetzlich zulässig – der Gerichtsstand am Sitz der Anbieterin vereinbart.

§ 15 Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die gesetzlichen Regelungen maßgeblich; die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen bleibt hiervon unberührt.

Änderungen und Ergänzungen individueller Vereinbarungen bleiben möglich und gehen diesen AGB im jeweiligen Einzelfall vor.

Stand: September 2026

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