Für wen ist Reittherapie oder pferdegestützte Intervention etwas?
Mich begeistert an der Reittherapie, dass jeder Mensch dort abgeholt werden kann, wo er gerade steht. Jeder bringt seine eigenen Stärken, Fähigkeiten und auch Herausforderungen mit. Das Pferd begegnet uns dabei ehrlich, wertfrei und ohne Vorurteile als Partner. Es reagiert auf unser Verhalten, schenkt uns unmittelbare Rückmeldung und schafft dadurch eine ganz besondere Verbindung. Positive Erlebnisse und die gemeinsame Aktivität stärken das Selbstbewusstsein, fördern die Motivation und laden dazu ein, eigene Fähigkeiten zu entdecken. Viele therapeutische Ziele werden dabei ganz nebenbei erreicht – mit Freude, Leichtigkeit und ohne Leistungsdruck.
Besonders Kinder und Jugendliche mit pädagogischem Förderbedarf oder motorischen Schwierigkeiten profitieren häufig von der Reittherapie. Aber natürlich auch Erwachsene oder jene die keine Indikation haben.
Mögliche Förderschwerpunkte sind unter anderem:
• Entwicklungsverzögerungen im motorischen und sprachlichen Bereich
• Wahrnehmungsstörungen/ Konzentrationsstörungen (ADS/ ADHS)
• Bewegungsauffälligkeiten
• Psychische Erkrankungen (z.B. Depression, Burnout, Ängste)
• Neurologische Erkrankungen (Spastik, MS)
• Autismus /autistische Verhaltensweisen
• Verhaltensauffälligkeiten unterschiedlicher Ausprägungen und Ursachen
• Kontaktschwierigkeiten/ Schüchternheit/ fehlendes Selbstbewusstsein
• Geistige Behinderungen (z.B Down-Syndrom)
• Körperliche Behinderungen
• Aggressionen
• Teilleistungsstörungen, Lernbehinderungen (Dyskalkulie, LRS)
Essstörungen nur nach ärztlicher Freigabe


