Was ist Reittherapie, pferdegestützte Intervention eigentlich und was kann es bewirken?
Die Reittherapie und pferdegestützte Intervention ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem das Pferd im Mittelpunkt steht und den Menschen auf seinem ganz persönlichen Entwicklungsweg begleitet. Pferde bringen eine besondere Art mit, die das Lernen mit all unseren Sinnen ermöglicht. Allein das Sitzen auf dem Pferd und seine Bewegungen, die uns mitschwingen lassen, aktivieren im Körper etwa 80 bis 120 Bewegungsimpulse pro Minute. Diese können die Motorik fördern und gleichzeitig das soziale Lernen anregen. Der ruhige, schaukelnde Gang des Pferdes vermittelt vielen Menschen ein Gefühl von Wärme, Sicherheit und Geborgenheit.
Der Begriff Reittherapie dient als Oberbegriff für verschiedene Formen der pferdegestützten Intervention. Dabei steht nicht das Reiten im Vordergrund, sondern die besondere Begegnung zwischen Mensch und Pferd. Diese Begegnung eröffnet Möglichkeiten, sich selbst besser wahrzunehmen, Vertrauen aufzubauen und neue Erfahrungen zu sammeln.
Die Reittherapie kann unter anderem folgende Bereiche fördern:
- Bewegungswahrnehmung und Koordination
- Muskelspannung, Mobilität und Ausdauer
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Sinnes- und Körperwahrnehmung
- Motivation und Selbstvertrauen
- Kommunikation und soziale Kompetenzen
- Emotionale Entwicklung
- Kognitive Fähigkeiten, wie Lesen, Schreiben und Rechnen
Ich erlebe immer wieder, wie viel die gemeinsame Zeit mit dem Pferd bewirken kann. Nicht nur die Bewegung auf dem Pferd, sondern auch die Begegnung, die Pflege und das gemeinsame Erleben können Entwicklung fördern, Selbstvertrauen stärken und dabei helfen, die eigenen Ressourcen zu entdecken. Genau diese einfühlsame und respektvolle Arbeit macht die Reittherapie für mich so besonders und ist der Grund, warum ich diesen Weg mit ganzem Herzen gewählt habe.
